Das Leiden der Genoveva
Datierung
1939
Beschreibung
Aufgrund ihres jüdischen Nachnamens und der damit einhergehenden Diskriminierung in Deutschland lässt sich Meret Oppenheims Familie in den 1930er-Jahren zunächst in Basel nieder.
Ab diesen Jahren nutzt Oppenheim Legenden, mythologische Erzählungen und Märchen mit ihren übernatürlichen Elementen wie Fabelwesen als Ausgangspunkt für eigene fantastische Bildfindungen. Während dieser Arbeitsphase befällt Oppenheim eine Unzufriedenheit mit ihrem Schaffen und sie zerstört viele ihrer Werke. Zu den erhaltenen gehört u.a. «Das Leiden der Genoveva», das eine schwebende Frau mit leerem Blick und ohne Arme zeigt und das symbolisch gedeutet die von Oppenheim empfundene eigene Handlungsunfähigkeit zum Ausdruck bringt. Die Figur der Genoveva wird Oppenheim über die Jahre hinweg immer wieder aufgreifen und neu interpretieren.
Technik
Öl auf textilem Bildträger [Leinen/Hanf]; Originalrahmen, Holz gefasst und vergoldet
Masse
49,4 × 71,5 cm (Bildmass)
Creditline
Kunstmuseum Bern, Legat Meret Oppenheim
Status
nicht ausgestellt
